02.02.2021


Neuigkeiten aus Afrika


Unsere SchülerInnen sponsern Unterrichststunden in Uganda

 

Seit Ende März sind sämtliche Schulen in Uganda aufgrund der Corona-Pandemie geschlossen. Für rund 15 Millionen Schüler und Schülerinnen fällt derzeit der Unterricht einfach aus. Denn da die wenigsten über einen Computer, einen Internetanschluss oder ein Radio verfügen, findet ein „Lernen auf Distanz“ de facto nicht statt.

Für viele Lehrkräfte hat der Lockdown fatale finanzielle Folgen. Denn nur, wer eine staatliche Planstelle innehat, bekommt noch ein Gehalt gezahlt. Auch an unserer Partnerschule St Paul’s im Süden Ugandas wurden Lehrer und Lehrerinnen, deren Stellen normalerweise über die Schulgebühren finanziert werden, unbezahlt nach Hause geschickt. Sie mussten sich neue Verdienstmöglichkeiten suchen.

Mitte Oktober durften dann ausschließlich die Abschlussklassen unter strengen Hygieneauflagen für acht Wochen in die Schulen zurückkehren. Im Februar sollen sie nun ihre für Dezember geplanten Abschlussprüfungen nachholen, obwohl ein halbes Jahr Unterricht einfach weggefallen ist.

In Rücksprache mit unseren Lehrerkolleginnen und -kollegen vor Ort haben wir für Januar einen Notfall-Stundenplan aufgestellt. Insgesamt haben wir 196 Unterrichtsstunden für die Schüler der Stufen 10 und 13 gesponsert, die sich freiwillig in Kleingruppen unter Anleitung von Lehrkräften gezielt auf die Abschlussprüfungen vorbereiten konnten. Finanziert wurde das Unterrichts-Projekt aus Spendengeldern der Vokabel-Olympiade der 7. Klassen.

Wir sind sehr gespannt darauf, wie die Schüler an St Paul’s nun ihre Abschlussprüfungen meistern. In jedem Fall drücken wir ihnen fest die Daumen!